03 Feb

Burnout – nicht nur ein psychisches Problem

Die gängige Literatur vermittelt den Eindruck, dass Burnout vor allem ein psychisches Problem ist. Es ist aber weit mehr als das. Das innerste Wesen des Burnouts kann man am Beispiel einer Kerze begreifen. Die Kerze besteht aus langsam abbrennbarer Masse (Wachs) und einem Docht. Wenn die Kerze abgebrannt ist, bleibt nur noch ein kleiner Stumpf übrig. Ist die Kerze ausgebrannt, bleibt im besten Fall nur noch ein Stück Docht übrig. Entzündet man ihn, geht er sofort wieder aus, weil kein Brennstoffmaterial mehr vorhanden ist. Genauso verhält es sich beim Burnout. Ausgebrannt sein bedeutet somit Substanzverlust.

Burnout entwickelt sich allmählich über ein fortschreitendes Erschöpfungssyndrom. Erste Hinweise zeigen die Cortisolwerte. Chronische berufliche Überforderung, fehlende Erfolgserlebnisse, Leistungsdruck und psychische Belastungen (Mobbing, familiäre Konflikte etc.) lösen zuerst einen Anstieg und – bei andauerndem Stress – später einen Abfall der Stresshormone aus. Es kommt zur Erschöpfung der hormonbildenden Nebennieren. Über den Hormonspeicheltest „Cortisol-Tagesprofil“ kann der derzeitige Zustand überprüft und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Chronischer Stress führt in einen Teufelskreis, vor allem aber auch in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ in unseren Zellen. Sie sind dafür verantwortlich, unseren Körper mit Energie zu versorgen. Sie sind die Quelle unserer Vitalität, aber auch die Ursache für Erschöpfung und Krankheit. Die Hauptaufgabe dieser kleinen Kraftwerke ist es, aus der Nahrung Energie zu produzieren. Dies geschieht in einer sehr komplexen Reaktionskette (Atmungskette). Damit diese Reaktionskette in unseren Körperzellen reibungslos funktioniert, benötigen wir die unterschiedlichsten Nährstoffe: Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralien und Enzyme.

Bei der Energiegewinnung fallen jedoch auch „Abfallprodukte“ an, sogenannte freie Radikale. Diese können mit Hilfe von Antioxidantien unschädlich gemacht werden. Haben wir davon im Körper keine oder zu wenige, dann können die freien Radikale die Zellstrukturen beschädigen. Antioxidantien müssen wir mit der Nahrung aufnehmen: Vitamin C, Selen, Vitamin E, Mangan, Zink, Coenzym Q10, Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) u. a. sind dafür notwendig.

Was passiert aber bei Stress mit unserer Ernährung?

Die einen leiden unter Appetitmangel, die anderen futtern Schokoriegel und Kekse, trinken Cola und Kaffee, um den Tag zu überstehen. Diese Nahrung liefert jedoch keine Antioxidantien, so dass die freien Radikale unsere Zellen beschädigen können. Unsere „Kraftwerke“ schalten daraufhin in ein Notprogramm und liefern nur noch einen Bruchteil der benötigten Energie. Deshalb ist es so wichtig, gerade bei anhaltendem Stress und in belastenden Lebensphasen auf eine gesunde und vor allem vitalstoffreiche Ernährung zu achten. Mitunter müssen fehlende Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente dem Körper zusätzlich zugeführt werden, damit wieder genügend „Brennstoff“ zur Verfügung steht.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Darmsanierung. Die Gabe von Prä- und Probiotika gehört zu den effektivsten und wichtigsten Therapien, um unsere Mitochondrien zu unterstützen. Probiotika sind vermehrungsfähige und koloniebildende Mikroorganismen. In der Regel handelt es sich um Milchsäurebakterien, vor allem um Lactobazillen und Bifidobakterien. Präbiotika sind unverdauliche Stoffe, die den Darmbakterien als „Futter“ dienen.

Schließlich nimmt auch die Entgiftung unseres Körpers einen großen Stellenwert ein, um die ständige Flut der eintreffenden Umweltgifte, Schwermetalle, Wohngifte etc. zu entfernen.

 

Wenn dem Körper letztendlich wieder genügend Kraft zur Verfügung steht, kann er auch an der „psychischen Komponente“ besser arbeiten.

Unterstützende Therapien in Form von Homöopathie, Schüßler-Salzen, Bachblüten, Spagyrik etc. können auf dem Weg der Heilung hilfreich sein.